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DRESDEN-concept Partner im gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus

3D-Druck Initiative zur unterstützenden Versorgung medizinischer Einrichtungen

Gemeinsam mit biosaxony hat DRESDEN-concept ein gesamtsächsisches Netzwerk von 3D-Druck-Experten aufgebaut, um Kliniken und andere Gesundheitsversorger mit derzeit fehlenden Materialien zu beliefern. Beteiligt sind daran zahlreiche Forschungseinrichtungen der Forschungsallianz DRESDEN-concept, die Universität Leipzig und sächsische Firmen. Zurzeit richten sich die Aktivitäten vor allem auf die Herstellung von Kunststoffvisieren für das medizinische Personal.

Private Pflegedienste, die Berufsfeuerwehr und andere öffentliche Einrichtungen kämpfen aktuell mit den gleichen Problemen wie Kliniken: Schutzausrüstung ist rar, und die Beschaffung solcher ist durch Lieferengpässe extrem problematisch. Die DRESDEN-concept-Partner unterstützen bei diesem Engpass und produzierten schon über 3000 im 3D-Druck- und Spritzgießverfahren hergestellte Kunststoffvisiere.

 

Die DRESDEN-concept Wissenschaftler*innen haben pro bono in Zusammenarbeit mit biosaxony e.V., dem medizinischen Personal der Städtischen Kliniken Dresden und des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Druckdateien für 3D-Drucker entwickelt.

Die Prozessentwicklung, die normalerweise bis zu einem halben Jahr in Anspruch nimmt, wurde durch Tag- und Nachtschichten der Wissenschaftler forciert. Dank der Firma 1st Mould aus Pirna, dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden und der Kunststoffschmiede e.V.  konnten Kopfhalterungen der Kunststoffvisiere schon nach kurzer Vorbereitungszeit im großen Stil im Spritzgießverfahren hergestellt werden. Im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) wurden Visiere im Laserschnitt produziert. Die 3D-Drucker der Forschungseinrichtungen mussten so nur noch Stützleisten herstellen und die Wissenschaftler konnten sich auf die Optimierung und den Qualitätscheck fokussieren.

An mehreren Stellen in Dresden können Druckteile abgeben werden, die durch den TU Dresden Fahrdienst an die Sammelstelle im Medizinisch Theoretischen Zentrum der TU Dresden gebracht werden. Dort werden die Bauteile kontrolliert, desinfiziert und verpackt und gelangen anschließend zur zentralen Krankenhausleitstelle Corona Dresden/Ostsachsen und an Pflegeeinrichtungen sowie öffentliche Einrichtungen. Also dorthin, wo die Kunststoffvisiere gerade dringend benötigt werden.

Die DRESDEN-concept Partner unterstützen aber auch durch zahlreiche weitere Aktionen. Etwa durch die Abgabe von verzichtbaren Reserven an Schutzkleidung, Desinfektionsmittel oder Schutzbrillen. Die DRESDEN-concept Geschäftsstelle sorgt für die Verteilung dieser Reserven an beispielsweise den Jugendnotdienst.

Feuerwehr bei der Coronaabstrichnahme M. Rietschel

Wir danken allen Partnern, die dieses Projekt unterstützen!

Besonderer Dank gilt: Spezi Pack Karl Spethmann GmbH, Michael Sander Kunststofftechnik GmbH, Thomas Bellmann Werkzeugbau, Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Leibniz IPF, HZDR und den Mitarbeitern des Medizinisch-Theoretisches Zentrum (MTZ) Dresden!

Folgende Partner sind beteiligt:

Firmen:

Logo 1st Mould 1st Mould

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

René Jungnickel

Lena Herlitzius

Projektkoordinatorin DRESDEN-concept

lena.herlitzius@tu-dresden.de

biosaxony

André Hofmann

Projektkoordinator biosaxony:

hofmann@biosaxony.com

Leibniz IPF

Dr. Axel Spickenheuer

3D-Druck,  Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V.

spickenheuer@ipfdd.de