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Spiele-App ergründet rätselhafte Quantenwelt

24.11.2021

Physik wird spannend! Gemeinsam mit der süßen, halb toten Katze Q und Anna, der Ur-Enkelin des Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger, lässt „Katze Q – ein Quanten-Adventure“ junge Spielerinnen und Spieler eintauchen in die rätselhaften Geheimnisse der Teilchen, Donuts, Zufälle und Verschränkungen. Das Spiel für Handy und Tablet wurde vom preisgekrönten App-Designer Philipp Stollenmayer gemeinsam mit dem Exzellenzcluster ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien der Universitäten Dresden und Würzburg entwickelt. Es soll Kinder und Jugendliche ab elf Jahren für Physik begeistern und wurde von Medienexperten bereits als Kindersoftware empfohlen. Das Mobile Game ist weltweit in App– & Play-Store verfügbar, kostenlos, ohne Werbung und ohne In-App-Käufe.

Tobias Ritz/ct.qmat

Spielerisch die Quantenphysik enträtseln

Im Mittelpunkt der Spiele-App stehen mehr als 20 spannende Rätsel, die auf wissenschaftlichen Fakten aus der Quantenphysik beruhen. Wer erfahren möchte, was hinter den Rätseln steckt, kann populär aufbereitetes Hintergrundwissen aus der „Kittypedia“ abrufen. Die Artikel werden freigeschaltet, sobald ein Rätsel gelöst wurde.

„Leichtfüßig holt die App unser oft schwer verständliches Forschungsgebiet, die Quantenphysik, in den Alltag der Kinder. Das finde ich besonders sympathisch, weil unsere Realität tatsächlich voll ist mit quantenphysikalischen Phänomenen. Die spielen sich jedoch in einem so kleinen Maßstab ab, dass wir sie nicht wahrnehmen können. Im Spiel lassen sie sich aber erleben“, betont Matthias Vojta, Professor für Theoretische Festkörperphysik an der Technischen Universität Dresden und Dresdner Sprecher der Forschungsallianz ct.qmat

Nachwuchswissenschaftler beantworten Fragen auf YouTube

Wer ein bestimmtes Rätsel löst, erspielt sich eine Bonus-App, über die eine Frage an die Forscherinnen und Forscher gestellt werden kann. „Wir werden alle Fragen per YouTube-Videos beantworten“, verspricht der Würzburger Clustersprecher Ralph Claessen, Professor für Experimentelle Physik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Passend zum Wissenschaftsjahr 2022, das unter dem Motto „Nachgefragt“ steht, rücken damit die Fragen der Spielerinnen und Spieler ins Zentrum. Monatlich beantwortet Wissenschaftsnachwuchs – Doktorandinnen, Doktoranden oder Postdocs – die einlaufenden Fragen in einem YouTube-Video. „Es gibt keine dummen Fragen, nur komische Antworten. Dieses Motto zählt in der Wissenschaft genauso wie im echten Leben. Wir sind sehr gespannt, welche Fragen sich aus unserer Spiele-App Katze Q ergeben“, sagt Vojta.

Seit 2019 ist das Exzellenzcluster ct.qmat eine wissenschaftliche Kooperation zwischen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der TU Dresden, eng verzahnt mit der Spitzenforschung von fünf renommierten außeruniversitären Instituten: dem Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf, dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden, dem Max-Planck-Institut für chemische Physik fester Stoffe Dresden, dem Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme Dresden und dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung.

Zur begleitenden Website https://www.katzeq.app

Zur Meldung von ct.qmat https://www.ctqmat.de/de/news/2021-10-25-raetselhafte-quantenwelt-begeistert-kinder-und-jugendliche-spiele-app-katze-q-erfolgreich-gestartet