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Gemeinsam. Exzellent.: das Erweiterte Rektorat über das Exzellenzgeschehen im Rahmen seiner Gesamtstrategie

16.12.2020

Pressemitteilung der Technischen Universität Dresden vom 15.12.2020

Quo vadis Exzellenz?

© TUD/Kretzschmar

Während der digitalen Veranstaltung: Die TUD-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger (M.), umrahmt von Prof. Stephan Grill (Sprecher Exzellenzcluster PoL), Prof. Matthias Vojta (Sprecher Exzellenzcluster ct.qmat), Prof. Frank Fitzek (Sprecher Exzellenzcluster CeTi), Prof. Angela Rösen-Wolff (Prorektorin Forschung), Prof. Roswitha Böhm (Prorektorin Universitätskultur), Prof. Lars Bernard (Chief Officer Digitalisierung und Informationsmanagement, v.l.n.r.).

Magdalena Selbig

Talent, Profile, Collaboration, Impact, Spirit – sitzend vor den Symbolfarben der fünf TUD-Handlungsfelder begrüßte Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger gemeinsam mit Mitgliedern des Erweiterten Rektorats und den Sprechern der Exzellenzcluster im Festsaal Dülferstraße über 1000 Zuschauer zur digitalen Informationsveranstaltung „Gemeinsam. Exzellent“. Wo vor anderthalb Jahren die TUD über ihren erneuten Exzellenztitel jubelte, wurden am 7. Dezember 2020 die Ziele und Highlights des Exzellenzgeschehens dargelegt. Acht Redebeiträge der Beteiligten umrissen nicht nur die vielfältigen Tätigkeiten der Exzellenzcluster (dem „Eintrittsticket“ zum Exzellenztitel), es wurden auch zahlreiche Aktivitäten aus dem Exzellenzprogramm skizziert und Einblick in ein reichhaltiges Arbeitsportfolio gegeben. Abschließend wurden Fragen aus dem Livechat über Verwaltungsprozesse, Exzellenzvorteile, Bauautonomie oder Verbesserung der Lehre beantwortet.

„We hope you are as excited and eager to continue your work as we are. Today we will focus on the Excellence-part of our strategy: ‚TUD 2020–2025′“, so kontextualisierte die Rektorin die Exzellenzförderung als Aspekt der Gesamtstrategie des Rektorats. Zur Weiterentwicklung der TUD kündigte sie eine monatliche Fortsetzung der Zukunftslabore an. Die Prorektorinnen Prof. Angela Rösen-Wolff (Forschung) und Prof. Roswitha Böhm (Universitätskultur) sowie Prof. Lars Bernard (Chief Officer für Digitalisierung und Informationsmanagement, CDIO) setzten eigene Schwerpunkte.

Der Einführung folgten Kurzvorstellungen der drei Exzellenzcluster: Prof. Frank Fitzek (CeTI) betonte den interdisziplinären Austausch, den z.B. die CeTI-Bar fördern wird. Heimstätte dieses wissenschaftlichen Umschlagplatzes werde das „Projekthaus Zukunft“, eine Exzellenzmaßnahme, die von der sächsischen Staatsregierung im Doppelhaushalt unterstützt wird. Prof. Matthias Vojta (ct.qmat) unterstrich die über 200 Publikationen, die seit 2019 aus dem Exzellenzcluster hervorgingen. Für den Cluster PoL verdeutlichte Prof. Stephan Grill die erfolgten Berufungen und die Etablierung eines Masterstudiengangs 2021.

Darauf erläuterten Rektoratsmitglieder Exzellenzaktivitäten ihrer Arbeitsbereiche. Nachwuchsförderung besprach Prof. Rösen-Wolff am Beispiel der Graduiertenakademie: „In Zusammenarbeit mit dem HZDR werden wir passgenaue Karrieretracks anbieten und 2021 ein neues Förderprogramm etablieren. Beim ‚Postdoc Starter Kit‘ können bis zu 10.000 Euro für Auslagen beantragt werden.“ Vorgestellt wurden die Potenzialbereiche mit Fokus auf die Geistes- und Sozialwissenschaften und das Thema Disruption. Neue Exzellenzcluster seien in Data Science, Neurowissenschaften, Wasserforschung, Automatisierter und vernetzter Mobilität, Wasserstoffforschung, Mikroelektronik, Leichtbau und Medizin geplant.

Hauptziel des neuen Prorektorats Universitätskultur ist „die TUD als exzellentes Vorbild für eine sozial verantwortungsvolle Institution, die in die Gesellschaft hineinwirkt“, erläuterte Prof. Böhm. Schwerpunkte sind der Gesellschaftsdiskurs und eine diversitätssensible Forschungsatmosphäre. Dafür stehe u.a. die Veranstaltung „Vielfalt im Dialog“ im Rahmen der Exzellenzmaßnahme „TUD im Dialog“. Weiterentwickelt werden auch die Diversity Tage. Ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis strebt das Eleonore-Trefftz-Gastprofessorinnen-Programm an, das 2021 drei Forscherinnen an die TUD bringt. Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit verfolgt das Rektorat u. a. im „Masterplan Campusgestaltung“.

Im Zusammenhang mit dem Kernthema Digitalisierung sieht der Exzellenz­antrag einen CDIO vor. Prof. Bernards Aufgabe sei die strategische Leitung von Digitalisierungsprozessen und Informationsmanagement in Zusammenarbeit mit Gremien und Beiräten. Nächste Schritte lägen in der agilen Verwaltung (z.B. digitale Urlaubsplanung) und der Lehre, die wegen der Corona-Pandemie einen rapiden Digitalisierungsschub erfuhr. Bernard erwähnte Prof. Nagels Einsatz, damit Dresden eines von acht deutschen Zentren zur Hochleistungsrechnerforschung und Sachsen einer von fünf deutschen Standorten für ein KI-Zentrum werde. Dies begünstige Forschungsvorhaben wie ScaDS.AI Dresden/Leipzig, das Exzellenzprojekt SynoSys und den Aufbau des Lehmann-Zentrums II. Final wandte sich Bernard an die Zuschauer: „Ich brauche Ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieser Aufgaben.“

Die Rektorin resümierte Herausforderungen in der strategischen Universitätsentwicklung: Für die Weiterentwicklung zu einer modernen Arbeitgeberin seien Effizienzsteigerungen in Einstellung und Beschaffung an der TUD ebenso notwendig wie eine proaktive Personalentwicklung, die Wohlbefinden und Produktivität der Einzelnen fördere: „Es ist unerlässlich, dass wir unser Talentmanagement stärken und gut vorbereitet sind auf den Generationenwechsel, ohne das Erfahrungswissen gestandener Mitarbeiter:innen zu verlieren.“ Dafür werden gezielt Exzellenzgelder genutzt. Auch eine Erweiterung des DRESDEN-concept-Verbunds zu einem Science-Campus ist in Planung. Dieser Verbund sei darüber hinaus ein Arsenal, das die TUD in kompetitiven Angeboten besonders konkurrenzfähig mache.

Die Beantwortung der Livefragen zeigte, dass die Rektorin in der Exzellenzförderung keine Gefährdung des Humboldtschen Bildungsideals sieht: „Ich darf Ihnen versichern, dass das aktuelle Rektorat die Aufmerksamkeit auf die Einigkeit zwischen Forschung und Lehre gelenkt hat.“ Die Clustersprecher ergänzten: „Wer Exzellenz im Abtausch mit Lehre sieht, macht einen Fehler. Wir können Studierende durch moderne Fragestellungen voranbringen.“ Damit schloss Prof. Staudinger die Informationsveranstaltung mit verheißungsvollen Zwischenergebnissen.

Ein Mitschnitt der Veranstaltung ist auf dem YouTube-Kanal der TU Dresden hinterlegt.

Informationen zur Vision des Rektorats: https://tu-dresden.de/tu-dresden/profil/vision-und-strategische-ziele

Fragen und Anregungen bearbeitet das Kommunikationsteam Exzellenzstrategie: exzellenz@tu-dresden.de.

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Exzellenzuniversität – kurz und knapp:
Im Juli 2019 wurde die TUD zum zweiten Mal zur Exzellenzuniversität gekürt. Förderungsbeginn war im ­November 2019. Der Titel erfordert mindestens zwei Exzellenzcluster, eine überzeugende Gesamtstrategie der Universität und exzellente Leistungen in allen Handlungsfeldern. »TUD 2020–2025« heißt die Gesamtstrategie des Rektorats mit Zielen für Lehre, Forschung, Dritte Mission, Diversity, Digitalisierung u.v.m.
Das Exzellenzprogramm leistet wesentliche Beiträge zur Realisierung der Gesamtziele. In den 40 Maßnahmen des Programms werden u.a. die wissenschaftliche Nachwuchsförderung, forschungsorientierte Lehre, Internationalisierung, Wissenschaftskommunikation oder interne Beteiligung behandelt. Die Exzellenzfördermittel von Bund und Freistaat Sachsen in Höhe von etwa 87 Millionen Euro finanzieren die Umsetzung der Exzellenzmaßnahmen bis 2026. Eine Fortsetzung der Förderung ist 2026 nach einer Evaluation möglich.