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Start einer neuen DRESDEN-concept Research Group am Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA) und der Technischen Universität Dresden

02.04.2026

Johannes Benduhn Logo Johannes Benduhn

Dr. Johannes Benduhn stärkt die sächsische Forschungslandschaft mit seiner Arbeit an neuartigen Photodetektoren für astrophysikalische Anwendungen.

Ab April 2026 startet unter der Leitung von Dr. Johannes Benduhn eine neue DRESDEN-concept Research Group am Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA) und an der Technischen Universität Dresden (TUD). Die Forschungsgruppe mit dem Titel „Scientific organic photodetectors (SCOPE)“ ist eine gemeinsame Initiative des DZA und des Instituts für Angewandte Physik der TUD. Ziel ist es, die Zusammenarbeit beider Einrichtungen im Bereich innovativer Detektortechnologien weiter zu intensivieren und international sichtbar auszubauen.

Im Zentrum der Forschung von SCOPE stehen neuartige photonensensitive Bauelemente auf Basis innovativer Halbleitermaterialien. Diese werden gezielt für Anwendungen in der Astrophysik weiterentwickelt, die besonders hohe Anforderungen an Sensitivität, Rauscharmut und spektrale Präzision stellen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse und Optimierung der Leistungsfähigkeit solcher Systeme unter Bedingungen sehr geringer Lichtintensität und niedriger Temperaturen.

Die Forschungsgruppe baut auf umfangreicher Vorarbeit am Institut für Angewandte Physik auf, wo Dr. Benduhn bereits die Arbeitsgruppe „Organic Sensors and Solar Cells“ leitet. Die dortigen Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem organische Halbleiter, Nanopartikel-Materialien sowie neuartige Bauteilarchitekturen für hochsensitive und spektral selektive Photodetektion.

Mit der neuen DRESDEN-concept Research Group wird dieses Know-how gezielt auf Fragestellungen der astrophysikalischen Instrumentierung übertragen. Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und technologischer Entwicklung schafft dabei wesentliche Voraussetzungen für die Realisierung zukünftiger Generationen leistungsfähiger Bildsensoren, wie sie in der astronomischen Beobachtung und in weltraumgestützten Messsystemen eingesetzt werden.

Die Etablierung gemeinsamer Forschungsgruppen ist ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung der DRESDEN-concept Allianz. Sie fördert die institutionenübergreifende Zusammenarbeit und stärkt Dresden als international sichtbaren Wissenschaftsstandort.

Auch für Dr. Benduhn bietet die neue Position ideale Bedingungen: Seit Oktober 2024 baut er am DZA eine Arbeitsgruppe für Detektorforschung auf und fungiert mit seiner parallelen Anbindung an die TU Dresden als Brücke zwischen beiden Institutionen. Die DRESDEN-concept Research Group wird diese Kooperation weiter vertiefen und durch die gezielte Einbindung weiterer Partner strategisch erweitern.

Neben der wissenschaftlichen Exzellenz verfolgt das Projekt zudem das Ziel, nachhaltige Impulse für den regionalen Strukturwandel zu setzen, etwa durch die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte, den Aufbau moderner Forschungsinfrastrukturen und die internationale Sichtbarkeit der Lausitz als Standort für Spitzentechnologie.

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